Die Völkerschlacht bei Leipzig - Althen und die Kosaken Platows

Die bis dahin größte Schlacht der Neuzeit im Leipziger Raum berührte auch das Dorf Althen. Nach den Einquartierungen und Belastungen hoher Abgaben für die Miltärmaschinerie in den Wochen vorher erlebte das Dorf während der Kampfhandlungen zunächst den Rückzug der Franzosen in Richtung Paunsdorf und Mölkau, dann den Aufmarsch österreichischer Truppen und schließlich den Durchzug der Kosaken des Hetmann Platow, dessen militärische Wirkung wesentlich größer war als das Kontingent von 4000 Mann vermuten ließ. Sie sicherten den Ostraum am 18. Oktober 1813 zwischen Taucha, Schönefeld und Holzhausen, so dass damit eine Rückzugsoption der Franzosen in die Festung Torgau verwehrt war.

In der Heimatstube ist angemessen dieser Zeit gedacht. Die 2002 angebrachte Gedenktafel am Gebäude ergänzt die bereits vorhandene Denkmalsvielfalt zum Thema 1813 und schließt eine Lücke im Ostraum Leipzigs.

1998 fand eine umfangreiche, viel beachtete und mit einer Menge an Leihgaben versehene Sonderausstellung statt. Seit dieser Zeit ist das von Rolf Kürschner erstellte Diorama mit dem Biwak der Kosaken im Dorf zu besichtigen. 2002 wurde die erwähnte Tafel eingeweiht. Dabei waren viele Uniformierte dabei, schossen Salut und begingen mit vielen Althenern und Gästen diesen Tag. 2005 fand eine del Prado-Figur Eingang in die Ausstellung und löste das lebensgroße Kosakenmodell, das zwei Jahre als Leihgabe in der Heimatstube stand, ab.
Mit Unterstützung der Heimatstube wurde der Denkmalsführer "Marksteine und Denkmale der Völkerschlacht in und um Leipzig" mit seinen beiden Auflagen 1996 und 2000 herausgegeben.